Naturfreunde-Campinggruppe am Steinhuder Meer

Im April dieses Jahres trafen sich die Campingfreunde der NaturFreunde Misburg zum traditionellen Ancampen. Heike und Klaus-Dieter Schmelzer hatten diesmal nach Mardorf am Steinhuder Meer eingeladen und ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm ausgearbeitet. Sechs Campingeinheiten trafen rechtzeitig auf dem Campingplatz Niemeyer in Mardorf ein. Der erste Nachmittag am Freitag konnte bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen vor den Campingfahrzeugen bei Sonnenschein verbracht werden.

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Zum Abschluss dieses Tages wurde die Feuertonne angezündet und gegrillt. Man saß noch lange am Feuer bei milden Temperaturen zusammen und ließ es sich gut gehen.
Am Sonnabend war eine Fahrt mit dem „Auswanderer“ über das Steinhuder Meer zur Festung Wilhelmstein vorgesehen. Auf dieser historischen Festungsanlage konnte jeder seinen Interessen nachgehen; die einen besuchten die Ausstellung in den Festungsgemäuern andere wiederum machten einen Spaziergang über diese kleine Insel. Einst als uneinnehmbare Festung gebaut, diente sie als Militärschule und Forschungszentrum, war später eine ausbruchsichere, düstere Gefängnisinsel. Heute ist sie romantisches Refugium, Ausflugsziel und bietet stets ein unvergessliches Erlebnis. Von Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe ab 1761 errichtet, birgt die kleinste bewohnte Insel Deutschlands so manches Geheimnis. Nach einer ausgiebigen Pause ging es zurück zum Campingplatz.

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Die Gruppe kehrte voller Eindrücke zurück und bereitete den Tagesabschluss vor. Am Abend wurde noch einmal gegrillt, da noch einige Restbestände ausreichend vorhanden waren. Auch an diesem letzten Abend saß man noch lange in gemütlicher Runde um die Feuertonne herum beisammen.
Alle Teilnehmer waren sich einig, dass man wieder ein schönes Wochenende erlebt hat und Heike und Dieter entsprechend Dank gebührt.
Als Termin für das Abcampen im Jahr 2024 wurde das Wochenende am 18. bis 20. Oktober 2024 vorgeschlagen; Ziel wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Vereinsfahrt 2023 in den Thüringer Wald

 

Ende November starteten wir zu einer vorweihnachtlichen Fahrt in den Thüringer Wald. Mit dem gut besetzten Reisebus gings erst einmal bis zur ersten Pause nach zwei Stunden. Hier erwartete uns ein Busfrühstück mit Kaffee und belegten Brötchen. Als nächstes Ziel steuerten wir Gotha an, das wir unter ortskundiger Begleitung erkundeten. Anschließend blieb Zeit zum Bummeln oder einer Einkehr zum Aufwärmen und Mittagessen. Um 15 Uhr spurteten wir dann nach Luisenthal zum Waldhotel Berghof. Hier war tiefer Winter, alles war reichlich verschneit. Es war ein traumhafter Anblick.

Nach der Zimmerverteilung richteten wir uns erst einmal ein. Zum Abendessen traf man sich dann wieder und ließ ihn bei lebhaften Gesprächen ausklingen.

Am nächsten Morgen nach einem reichhaltigen Frühstück stand Erfurt auf dem Plan. Zwei Stadtführer erwarteten uns und in zwei Gruppen zeigten sie uns die weihnachtlich geschmückte Stadt. Nach zwei Stunden waren wir durchgefroren und wärmten uns erst einmal auf, entweder in einem Lokal oder auf dem Weihnachtsmarkt mit Glühwein, Thüringer Bratwurst oder Kartoffelpuffer.

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Nach der Rückkehr am Nachmittag bestand die Möglichkeit die Wellnessoase oder das Schwimmbad des Hotels zu nutzen.
Zum Abendessen gab es unter anderem Thüringer Spezialitäten vom reichhaltigen Büffet. Ein kurzer Diavortrag zeigte uns Einblicke in die Schönheit des Thüringer Waldes und Besonderheiten seiner Umgebung und Städte.

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Nach dem Frühstück trafen wir uns um 9 Uhr am Bus zur Abfahrt nach Schmalkalden. Auch hier trafen wir uns mit zwei Stadtführerinnen zu einem Spaziergang durch die ebenfalls weihnachtlich geschmückte Fachwerkstatt. Es blieb genug Zeit zum Bummeln über den Weihnachtsmarkt, bevor die Rückfahrt angetreten wurde. Im Hotel erwartete uns eine schön gedeckte Kaffeetafel mit hausgebackenem Kuchen. Ein „Candle-Light-Dinner“ mit festlich gedeckten Tischen und leckeren Speisen vom Büffet war ein besonderes Ambiente. Ein Musiker stimmte uns schon auf den bevorstehenden Tanzabend ein. Alle hatten sich „chic“ gemacht und das Tanzbein wurde fleißig geschwungen, egal ob paarweise oder in Gruppen. Den Auftakt bildete eine Polonaise, so kamen fast alle gleich in Schwung. Die Stimmung war hervorragend. Die meisten hielten es lange aus. Am nächsten Morgen wurden nach dem Frühstück die Koffer verladen. Um 10 Uhr traf man sich zu einer Winterwanderung, die der Hotelier führte. Unterwegs gab es Glühwein zum Aufwärmen bevor der Rückweg begann. Einige blieben im Hotel oder machten nur einen kurzen Spaziergang. Zum Abschluss wurden im Hotel für alle zwei leckere Suppen gereicht. So gestärkt traten wir die Heimfahrt an.

Es war mal wieder eine gelungene Fahrt, da waren sich alle Teilnehmer einig. Durch den Schnee, die weihnachtlich geschmückten Städte und den Besuch der Weihnachtsmärkte freuten wir uns auf die bevorstehende Adventszeit.
 

Bericht: Dagmar Eberstein

Fotos: Franz Eberstein

Naturfreunde auf Erlebnisreise nach Holland

Mit vollem Bus starteten die Naturfreunde Richtung Holland. Bei der ersten Pause wurde erst einmal gefrühstückt. Es gab Käse- oder Schinkenbrötchen und Kaffee. Gestärkt ging es dann weiter bis zu dem kleinen Fischerstädtchen Urk/ Holland. In zwei Gruppen erkundete man die urigen Gassen und alten Fischerhäuser. Ortsansässige Stadtführerinnen erläuterten die Geschichte und die Bedeutung der Ansiedlung. Nach einer Stunde blieb noch Zeit zum Verweilen, um auf eigene Faust etwas zu unternehmen. Gegen 17.30 Uhr erreichte man das Hotel in Zeist, sehr schön gelegen. Nach der Zimmerbelegung lud ein großer Biergarten zum Relaxen ein, bevor es zum Abendessen ging. Mit einem sehr schmackhaften 3-Gänge-Menü bewies die Küche ihre hervorragende Kochkunst.

Nach einem frühen Frühstück am Buffet startete man nach Amsterdam, der Hauptstadt der Niederlande mit über 920.000 Einwohnern. Unterwegs stieg eine Stadtführerin in den Bus und begleitete uns während der Rundfahrt. Auf einem kurzen Spaziergang konnte man allerdings wenig von Amsterdam sehen, da die Ausstiegsstelle ungünstig gewählt war. Dafür entschädigte uns die anschließende Grachtenrundfahrt. Sehr schöne Ausblicke auf große alte Villen und das Stadtpanorama boten sich. Vom Kapitän und auch über Audio wurden entsprechende Erläuterungen gegeben.

Da es keine Einkehrmöglichkeit gab fuhren wir etwas hungrig nach Amstelveen, um einen Käsebauernhof und eine Holzschuhmacherei zu besichtigen. Es war sehr interessant zuzusehen, wie aus einem Holzblock so nach und nach der Rohling eines Schuhes entstand.

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Die fertigen Schuhe wurden hübsch bemalt und kunterbunt angeboten, jedoch hat wohl niemand die passenden gefunden. Mehr Erfolg hatte der Käsebauer. Nach einer Führung durch den Herstellungsbetrieb mit vielen sachkundigen Erläuterungen lud er zu einer Verkostung ein. Dabei konnte man die vielfältigen Geschmacksrichtungen der Käseprodukte probieren und testen. Eigentlich waren alle Käsesorten lecker und man hatte die Qual der Wahl.

Zurück im Hotel freute man sich schon auf das Abendessen, das wieder hervorragend war. Im Biergarten ließ man in gemütlichen Runden den Tag ausklingen.

Nicht ganz so früh war heute Utrecht das Ziel. Utrecht ist die viertgrößte Stadt Hollands mit über 360.000 Einwohnern. Sie ist eine der ältesten Städte der Niederlande und wurde rund um den Dom gebaut. Dieser größte Kirchturm Hollands überragt die Altstadt, die durch viele Grachten durchzogen wird. Hier spielt sich das Leben ab, viele kleine Läden und Lokale laden zum Bummeln und Verweilen ein. Besondere Museen, gemütliche Restaurants, charakteristische Straßen und attraktive Geschäfte: Utrecht hat alles, was man sich für einen tollen Tagesausflug oder eine unvergessliche Städtereise wünscht. In drei Gruppen aufgeteilt konnte man dieses Flair unter fachkundiger Führung genießen. Auch war genügend Zeit für individuelle Erkundungen oder eine Mittagspause.

Eine kurze Bustour brachte uns zum Anleger an der Vechte. Die Vechte ist ein 182 Kilometer langer, von der Münsterländer Tieflandbucht zum Ijsselmeer in den Niederlanden verlaufender Fluss, der zum Stromgebiet des Rheins gerechnet wird.

Hier wartete schon das Ausflugsschiff mit einer dreistündigen Rundfahrt. Per Audio wurden Bauten und durchzogene Landschaften erklärt. Für das leibliche Wohl sorgten fleißige Helfer mit Kaffee und Apfelkuchen. Am offenen Deck ließ man sich den Wind um die Nase wehen und genoss die Fahrt.

Mit dem Bus gings dann wieder zurück zum Hotel und man ruhte sich bis zum Abendessen aus. Einige legten die Beine hoch, andere nutzten das hausinterne Hallenbad oder verweilten im Biergarten.

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Wieder frühes Frühstück und ab nach Rotterdam, Den Haag und Scheveningen. Ein Ganztagesausflug mit einer Reisebegleiterin.

Erstmal fuhr man nach Den Haag, wo man das Regierungsviertel unter Führung einer sehr kompetenten und humorvollen Dame fußläufig erkundete. Den Haag ist der Parlaments- und Regierungssitz der Niederlande und der Sitz des internationalen Gerichtshofs. Ebenso ist es der Regierungssitz des niederländischen Königreichs. Den Haag und die königliche Familie gehören zusammen. Seit mehr als vier Jahrhunderten leben die königliche Familie fast ununterbrochen in Den Haag. In dieser Zeit haben sie der Stadt buchstäblich ihren Stempel aufgedrückt.

Den Haag ist die größte Stadt am Meer in den Niederlanden und die grünste Stadt Europas. Mit einer Küstenlinie von nicht weniger als 11 km, breiten Sandstränden, wunderschönen Dünengebieten und vielen Parks bietet Den Haag ein Mehr an Weite. So zog es uns auch nach Scheveningen ans Meer. Dort gab es einen längeren Aufenthalt um die Seepromenade zu genießen oder bei einem Spaziergang auf der Seebrücke den Wind im Gesicht zu spüren.

Die letzte Etappe war Rotterdam, nach Amsterdam die zweitgrößte Stadt der Niederlande, die man auf einer Rundfahrt im eigenen Bus kennen lernte. Rotterdam ist von einer außergewöhnlichen Architektur geprägt. Auffällig ist die Rotterdamer Wolkenkratzer Silhouette.

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An der neuen Markthalle, die 2014 fertiggestellt wurde, stieg man aus. Sie ist der erste komplett überdachte Lebensmittelmarkt in den Niederlanden mit einem kuppelförmigen Dach. Das Einzigartige an dieser Halle ist, dass sie nicht nur eine Mischung von Markt, Einkaufsläden, Gaststättengewerben ist, sondern auch Wohnungen enthält. Von allen Fenstern kann man in die Markthalle gucken. Die vielen unterschiedlichen Angebote können zu einem Kaufrausch verführen. Gegenüber der Markthalle stehen die Kubushäuser. Alle Kuben, die ja nichts anderes sind als Würfel, stehen auf einer ihrer Ecke. So zeigen drei Seiten eines Würfels nach unten und drei weitere nach oben. Man kann dazwischen spazieren gehen, ein besonderes Gefühl. Zurück im Hotel gibt’s ein spätes und letztes Abendessen.

Am nächsten Morgen werden die Koffer verladen und eine kurze Fahrt führt zu der Porzellanstadt Delft. Dort ist bis zum Mittag Aufenthalt. Es gibt viel zu sehen, überall wird weiß-blaue Keramik angeboten. In einigen Geschäften kann man zusehen wie die Rohlinge bemalt werden. Um 13.00 Uhr wird dann endgültig die Rückfahrt angetreten. Es war mal wieder eine sehr erlebnisreiche, informative und gesellige Kurzreise von der man noch lange sprechen wird.

Bericht: Dagmar Eberstein
Fotos: Franz Eberstein

Eröffnung der Campingsaison in Osterode/Harz

Das Ancampen der Naturfreunde-Campinggruppe fand vom 28.4.bis 1.5.2023 in Osterrode/Harz statt. Die Gesamtorganisation hatte dankenswerterweise Frank Förster übernommen.

6 Fahrzeuge hatten sich Freitagnachmittag auf dem Campingplatz Eulenburg auf einem abgeteilten Platz eingefunden, das Campingwochenende wurde Freitagabend mit gemeinsamen Grillen und Abendessen an langer Tischreihe eröffnet. Als Grill hatte Frank seine "neue" Feuertonne bereitgestellt.

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Apropos Feuertonne, geniale Idee! Für alle, die sich nichts drunter vorstellen können: Ein alter Heizkessel wird in der Mitte geteilt, Rohrstücke bleiben als Füße dran, noch Luftlöcher rein geflext, Rost drauf, fertig. Durch das dicke Material (im Gegensatz zu Öltonnen) entsteht eine ungeheure Strahlungswärme nach außen und zur Seite, die nicht (wie bei Feuerschalen), nach oben verpufft. Das tat uns an den Abenden gut, denn warm war es an diesem Wochenende noch nicht......Und das Beste: die Steaks werden super darauf! Ein Lob auf Frank (auch dass er dieses sperrige Ding mitgeschleppt hat).

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Einige haben Osterrode nebst z.B. Kirchturmführung bereits Samstagvormittag erkundet. Osterrode teilt (leider) das Schicksal vieler vergleichbarer Städte: Im frühen Mittelalter von den Landesherren gefördert und durch Erzbergbau und Handel sehr reich geworden, später dann in der relativen Bedeutungslosigkeit versunken.

Vom frühen Wohlstand zeugt noch ein riesiges, ehemaliges Getreidemagazin (heute: Stadtverwaltung), das dazu diente, im wenig fruchtbaren Harz die Verpflegung der zahlreichen Bergleute zu sichern, ansehnliche Kirchen, ein Fürstenschloss, sowie zahlreiche prächtige Bürgerhäuser. Die ganze Stadt ist größtenteils hervorragend restauriert und eine wahre Augenweide. Außerhalb des Kerns ist der Leerstand bei den Innenstadtgeschäften und teilweise auch -Wohnungen aber nicht zu übersehen.

Samstagnachmittag erfolgte eine Innenstadtführung durch den ortsansässigen Scharfrichter, der uns zuerst mit der früheren Bedeutung seines Berufsstandes bekannt machte, ein "Amt", das meist innerhalb der Familie vererbt wurde. Wir wurden auch über das Ausbildungsprogramm informiert, wo und wie "geübt" wurde, und wo die Schwierigkeit beim gezielten, auf Anhieb erfolgreichen Streich bestand. Nachdem keiner der Teilnehmer sich bereit erklärte, diese Künste an sich demonstrieren zu lassen, musste ein Eselstreiber auf dem Marktplatz dafür herhalten.

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Scharfrichter gehörten zu den unehrbaren (aber unverzichtbaren) Berufen, wie Abdecker, teilw. Müller (!). Scharfrichter mussten, wie diese außerhalb der Gemeinschaft wohnen, der Kontakt mit ihnen wurde gemieden, weil "ehrbare" Bürger nichts mit den Scharfrichtern zu tun haben wollten, außer sie wurden von diesen peinlich befragt, oder der Richtblock wurde für sie bereitgestellt, hier kam es dann nicht auf die Freiwilligkeit an. Man kann Scharfrichter als Wegbereiter der Chirurgie betrachten. (weil sie durch ihre Tätigkeit eben über den menschlichen Körper genau Bescheid wussten- warum und wieso, nähere Ausführungen hierzu erspare ich mir und Euch).

Das Abendessen hat uns in der "Ratswaage", einem der historisch bedeutendsten (auch wenn es ein potemkinsches Dorf darstellt, nur die Fassade ist original, der Rest ist vor einiger Zeit abgebrannt und wurde im heutigen Stil wieder aufgebaut) Gebäude der Stadt, dann um so besser geschmeckt.

Sonntagvormittag wanderten wir zur Sösetalsperre. Diese fasst max. 26,25 Mio. cbm Wasser. Sie schützt das ca. 2,5 km entfernt liegende Osterode vor den Hochwässern des Harzes, bei Schneeschmelze und Starkregen, und dient außerdem der Trinkwassergewinnung sowie der Stromerzeugung. Seit Inbetriebnahme der Talsperre im Jahr 1931 konnten von 167 Hochwasserspitzen 160 nahezu vollständig zurückgehalten werden, nur in 7 Fällen wurde der anschließende Hochwasserschutzraum benötigt, die Stadt blieb jedenfalls verschont.

Der Rest ist schnell erzählt, Samstagnachmittag gab es Spielerunden, am Abend wurde in bewährter Weise wieder gegrillt. Nach einem gemeinsamen Frühstück am Montag wurde die Heimfahrt angetreten.

Alle Teilnehmer sind sich einig: toll organisiert, ein schönes Erlebnis für alle und wir sind schon am überlegen, wohin es das nächste Mal hingeht.

Bericht und Fotos: Silke und Peter Bierler

Abcampen der Naturfreunde-Campinggruppe in Bad Karlshafen

Das traditionelle Abcampen der Campinggruppe der Naturfreunde fand Anfang Oktober in Bad Karlshafen auf dem dortigen Campingplatz statt. Ausrichter waren diesmal Heike und Klaus-Dieter Schmelzer sowie Ina Haase und Frank Förster, die ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet hatten. Nachdem alle 14 Teilnehmer*innen am Freitag angereist waren traf man sich zum Grillen vor dem Wohnmobil von Heike und Klaus-Dieter. Das Wetter war leider etwas unbeständig, aber die Außenveranstaltungen wurden jedes Mal vom Regen verschont.

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Am Sonnabend fand nach kurzem Fußmarsch zum Rathaus eine sehr informative Stadtführung durch Bad Karlshafen statt. Die barocke Planstadt Bad Karlshafen wurde 1699 mit dem Namen Sieburg gegründet. Die ersten Bewohner der Stadt waren die Hugenotten: protestantische Glaubensflüchtlinge aus Frankreich, die der Landgraf aus wirtschaftlichen Gründen hier ansiedelte, um mit deren mitgebrachten handwerklichen Fähigkeiten eine Fabrik- und Handelsstadt zu errichten. Die Stadt wurde symmetrisch rund um das Hafenbecken angelegt. Diese einzigartige Stadtstruktur mit dem Hafenbecken im Mittelpunkt und prägenden Gebäuden wie dem Rathaus und dem Invalidenhaus ist bis heute weitgehend erhalten.

Wenn sich die unwirklichen weißen Fassaden der Barockensembles von Bad Karlshafen im frisch renovierten Hafenbecken spiegeln fühlt man sich in Europas einziger Plan-Barockstadt mit Binnenhafen als Gast einer wahren Zeitreise. Hier findet man kein einziges Logo und keinen bunten Werbeschriftzug auf den Fassaden. Alles ist harmonisch in einem zarten Weißton gehalten.  Auf den weißen Fassaden verraten nur die in einheitlich hellgrauer, geschwungener Schreibschrift geschriebenen Namen die Geschäfte in den Häusern.

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Im Anschluss an den Stadtrundgang und einer kurzen Mittagspause gab es Gelegenheit den an diesem Tag stattfindenden Kunsthandwerkermarkt zu besuchen. Am Barockhafen und im Rathaus wurden in liebevoller Handarbeit hergestellte Waren präsentiert. Einige unserer Mitglieder ließen es sich nicht nehmen um einige Kunstartikel zu erwerben.

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Die Teilnehmer*innen kehrten voller Eindrücke zum Campingplatz zurück und es gab Kaffee und selbstgebackenen Kuchen.

Am Sonntagvormittag fand zum Saisonausklang ein „Hafenkonzert“ auf dem Rathausplatz statt, dass sich einige unserer Gruppe anhörten. Danach stand eine Besichtigung der Krukenburg-Ruine in Helmarshausen auf dem Programm. Neben der Trendelburg und der Sababurg ist die Krukenburg die, mit der ältesten Geschichte. Zwischen den Jahren 1215 und 1220 begann man aufgrund der Meinungsverschiedenheiten zwischen den Bistümern Paderborn, Köln und Trier mit dem Bau einer Burg. Noch heute zu erkennen sind Burggraben, die Mauern mit Türmen, sowie der Bergfried und das Burgtor. Nach einer Restaurierung um das Jahr 1970 ist der Bergfried wieder besteigbar. Dieser bietet einen guten Blick auf den Solling sowie auf das nordhessische Bergland. Die Führung wurde durch einen versierten Stadtführer in historischer Kleidung durchgeführt.

 

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Den Abend verbrachte man dann bei einem gemeinsamen Abendessen in einem italienischen Restaurant.

Der Montag stand bereits schon wieder im Zeichen des Abschieds. Nach dem Frühstück fuhren einige wegen anderer Termine zurück. Ein Teil blieb noch bis Mittag in Bad Karlshafen sei es um die dortige Wesertherme zu besuchen oder noch anderes zu unternehmen.

Alle Teilnehmer*innen waren sich einig, dass man wieder ein schönes Wochenende erlebt hat und den Organisatoren entsprechender Dank gebührt.

Der Termin für das nächste Ancampen wurde bereits festgelegt und soll vom 28.04. bis 01.05.2023 voraussichtlich in Osterode stattfinden.

Bericht und Fotos: Franz Eberstein

 

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