Naturfreunde besuchen den Spreewald

Einmal im Jahr gehen die Naturfreunde auf Reisen. Die diesjährige Fahrt führte in den Spreewald. In der Lutherstadt Wittenberg wurde ein Stopp eingelegt. Wir besichtigten die Schlosskirche, seit 1996 Weltkulturerbe und bummelten durch die Altstadt. Mittelpunkt ist der großzügig angelegte Marktplatz mit seinen harmonischen Bürgerhäusern und dem Marktbrunnen. Ebenso sind die Denkmäler von Luther und Melanchthon als Zeitzeugen zu betrachten. Die Fahrt wurde fortgesetzt und in Lübbenau im Hotel „Spreewaldeck“ bezogen wir  Quartier. Vor dem Abendessen war noch genügend Zeit für einen Spaziergang oder man konnte die Sonne im hoteleigenen Biergarten genießen.

Der Spreewälder Abend mit „Plauderei einer Fährfrau“, natürlich in sorbischer Tracht und mit musikalischer Untermalung brachte uns Brauchtum und Geschichte der Spreewaldbewohner mit sorbischen Wurzeln näher. So wurden wir auf die nächsten Tage eingestimmt.

Am nächsten Morgen starteten wir mit einer Kahnfahrt in das „Grüne Venedig“, wie das Labyrinth der Spreewaldkanäle auch genannt wird.

Verteilt auf drei Boote wurden wir durch die Spreewaldidylle gestakt. Über 300 Fließe, nicht tiefer als einen Meter, durchziehen das Biosphärenreservat, eine Hinterlassenschaft der letzten Eiszeit. Sich selbst überlassene Gebiete, landwirtschaftliche Nutzung und touristische Vermarktung prägen die Landschaft. Nach einer Mittagspause ging es vorbei an dem Freilandmuseum Lehde zurück nach Lübbenau.

Im Hafen angekommen testeten wir erst einmal die verschieden an Ständen angebotenen Spreewälder Gurken.

Am Abend erwartete uns im Hotel ein deftiges „Spreewälder Büffet“ mit vielen typischen Leckereien, wie unter anderem Grützwurst, Sauerkraut, Quark mit Leinöl und natürlich Spreewälder Gurken.

Am dritten Tag brachen wir mit ortskundiger Leitung zu einer Rundfahrt durch den Oberspreewald auf. Unter anderem besichtigten wir  die „Ölmühle Straubitz“, die letzte noch produzierende Dreifachwindmühle Europas, mit Mahl-, Öl- und Sägemühle. Sie wurde 1850 erbaut und 1885 erweitert. Sie wurde mehrmals renoviert und wird heute von einem Mühlenverein betrieben.

Mittagessen nahmen wir Museumsbahnhof Burg ein. Eine uriger Gastraum mir vielen Erinnerungen und einer Modellbahn, die mit ihren Waggons die Getränke an die Tische lieferte. Eine lustige Angelegenheit.

Ein weiteres Ziel war die Gurkeneinlegerei in Boblitz. Hier konnten wir den Lauf der Gurken von der Verarbeitung bis zum Versand verfolgen. Bei einer anschließenden Verkostung wurden uns die unterschiedlichen Produkte vorgestellt. Nach dem Abendessen brachen wir zu einer romantischen Lampionkahnfahrt auf. Eine Lichterkette erhellte die Boote nur sparsam. Fast lautlos glitten die Boote dahin, die Stille war beeindruckend. Das Labyrinth aus verträumten Wasserwegen  wirkte geheimnisvoll und gespenstisch. Ein

gelungener Abschied vom Spreewald.

Naja nun war schon wieder die Rückreise angesagt. Nach einem ausgiebigen Frühstücksbüffet und dem Verladen der Koffer  war das nächste Ziel Cottbus. Eine geführte Stadtrundfahrt und ein Rundgang durch den historischen Stadtkern machte hungrig. Im Brau & Bistro am Marktplatz kehrten wir ein. Nach einer kurzen Fahrt trafen wir am Fürst-Pückler-Park Branitz unsere Stadtführerin wieder und machten mit ihr und einer Kollegin einen Spaziergang durch den Park. Am Bus gab es dann Kaffee und Kuchen, bevor wir uns endgültig auf die Rückfahrt begaben.

Es war wieder einmal eine gelungene Reise mit vielen interessanten Eindrücken und gemeinsamen Erlebnissen und natürlich viel Spaß.

gez. Dagmar Eberstein

 

 

Boßeln im Misburger Wald

Im Mai trafen sich ca. 30 Naturfreunde um einen sportlichen Sonntagvormittag zu verbringen. Unter fachkundiger Leitung von Hans-Jürgen Wilk traten vier Gruppen beim Boßeln in Wettbewerb. Etliche Fans begleiteten den Tross. Natürlich fehlte auch der Panjewagen nicht.  Gefüllt mit stärkenden Getränken wurde er von Wanderfreund Rudi Beer getreulich mitgezogen. Erst einmal gingen wir bis zum Colshornweg. Von dort führte die Strecke geradeaus an der Muna (Am Alten Saupark) entlang. Jeder gute Wurf wurde bejubelt. Für entgegen kommende Jogger und Radfahrer bildete man ein Spalier und feuerte diese durch Klatschen an. Eine Geste die gut ankam.  Dann ging‘s rechts ab in den Wald. Die Kurve war eine Herausforderung, aber auch der erste Stopp.

Nach der wohl verdienten Pause folgte die nächste Etappe. Lustig und mit sportlichem Ehrgeiz gab man sein Bestes. Helmut Henrici hatte die anstrengendste Aufgabe, er musste die Kugeln wieder „einfangen“, die sich teilweise im Gras oder Gesträuch versteckten. Die zweite Kurve wurde ebenfalls mit Bravur gemeistert, jedoch bis zur nächsten Pause lief es noch ein  Weilchen. Die letzte Etappe führte zurück zum Waldweg an dem wir begonnen hatten.


Es war geschafft und Hans-Jürgen hatte genauestens Protokoll geführt. Auf das Ergebnis war man gespannt. Aber erst einmal wurde das Naturfreundehaus angesteuert. Hier hatten fleißige Helfer schon alles für die Mittagspause vorbereitet. Tische und Bänke waren vor unserem Clubraum aufgestellt. Franz Eberstein hatte den Grill angeheizt und die Bratwürstchen brutzelten schon. Kerstin Eberstein und Ramona Müller hatten die von Mitgliedern liebevoll zubereiteten Salate angerichtet und Teller und Bestecke bereitgestellt. Inzwischen gesellten sich auch weitere Mitglieder dazu, da auch die Osterfeuerhelfer eingeladen waren.

Inzwischen ermittelte Hans-Jürgen die Sieger. Verlierer gab es keine, alle gaben ihr Bestes. Allerdings hatte eine Gruppe einen Vorsprung und bekam dafür reichlich Applaus und eine Flasche Sekt. Man saß noch eine Weile fröhlich zusammen und ließ die Runde am Nachmittag ausklingen.

Herzlichen Dank an alle die mit ihrem Einsatz zum Gelingen dieser Aktion beigetragen  haben.

Bericht: Dagmar Eberstein
Fotos: Silke Mehldau und Kerstin Eberstein

Stichkanalhafen Misburg

Von September 2016 bis Januar 2017 wurden im Stadtbezirk Unterschriften gegen die Verfüllung des Stichkanalhafens durch den Bauunternehmer Papenburg gesammelt. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Geschäftsleute, Arztpraxen, Parteien und die zahlreichen Bürger, die uns dabei unterstützt haben. Am 6.02.2017 übergaben wir 2382 Unterschriften an die Umweltdezernentin Frau Tegtmeyer-Dette.

Während die Petition noch bei den Behörden bearbeitet wird, schafft Papenburg weiter Tatsachen. Baumfällarbeiten und Aufschüttungen gingen ungehemmt weiter. Anwohner konnten nachts die Kettensägen hören. Also meldeten wir die Vorgänge immer wieder an die zuständigen Behörden.

Kaum zu glauben aber wahr: Die Stadt Hannover reagierte endlich. In einem Schreiben dankten sie uns für die Meldungen. Dadurch hätten sie erst Kenntnis darüber bekommen!

Zur Folge hatte dies zunächst einen Baustopp. Auch die Baum-fällarbeiten müssen gestoppt werden. Zum Einen überprüfen nun die zuständigen Behörden vor Ort, zum Anderen darf laut Baumschutzsatzung nicht mehr gefällt werden wegen Beginn der Brutzeit. Umso wichtiger, jetzt weiter hinzuschauen.

Immerhin ist, laut Berichten von Anwohnern, schon wieder ein kanadisches Wildganspärchen eingezogen. Leider werden die Schwäne ihre Nester nicht wieder finden, da der Bereich großflächig gerodet wurde.

Es ist zu hoffen, dass der große Eingriff in das Biotop nur wenige Auswirkungen haben wird. Die Veränderungen sind deutlich sichtbar.


September 2016


Februar 2017

 Aktuelle Berichte bei www.facebook.com/naturfreundemisburg

gez. Kerstin Eberstein

Get more Joomla!® Templates and Joomla!® Forms From Crosstec